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Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion.
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theMAYNE Hifi-Haudegen


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 615 Wohnort: Weinheim
5478 Punkte
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Verfasst am:
Fr Jul 04, 2008 10:52 am Titel:
Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion. |
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Gestern hat mir mein neuer Händler die Wirkung von Alubutyl erklärt.
Alubutyl soll die Schwingungen durch das Butyl in Wärme umwandeln und so die Energie absorbieren. Das Alu dient hier einzig und allein als Wärmeableitmittel.
Kurz gesagt: Die dicke des Alus ist egal, es kommt einzig und allein auf die Qualität des Butyls an.
Das Problem: Die meisten Hersteller verwenden statt dem hochwertigen Butyl einfach Kleber, der die Arbeit eben nicht gut macht und das Alubutyl somit wieder mit dem Gewicht und durch die Versteifung wirkt!
Das KÖNNTE der Grund sein, warum eigentlich niemand richtig über die Wirkungsweise aufklärt. Alubutyl mit dem richtigen Butyl kostet viel und ist schwer an den Mann zu bringen.
Konnte mir dieses gestern auch ansehen/anhören. Es ist wohl kaum dicker 1mm. Im auto war es komplett einschichtig verklebt. Sonst würde wohl die Wärmeabgabe auch nicht funktionieren.
Fazit: Es war ruhiger als mein auto, das ebenfalls mit "minderwertigem" alb gedämmt wurde. Da hat sich in den Türen wirklich nichts bewegt.
Und es ist wirklich um einiges dünner als mein 1,7mm deadzone alb.
Da es hier schon viele Diskussionen über die Wirkung gab und niemand eigentlich etwas wusste/preisgeben wollte, habe ich das einfach mal gemacht. _________________ www.carhifi-forum.net |
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Noob Frontstagingliebhaber


Anmeldungsdatum: 01.03.2007 Beiträge: 361 Wohnort: Nähe von Frankfurt am Main
3288 Punkte
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Verfasst am:
Fr Jul 04, 2008 11:11 am Titel:
Re: Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion. |
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Also habe ich das richtig verstanden, Dein neuer Händler hat Dir erklärt, das Alubutyl eigentlich eine Zusatzheizung ist.
Viel Spass in diesem Thread. _________________ Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Zuletzt bearbeitet von Noob am Fr Jul 04, 2008 11:17 am, insgesamt einmal bearbeitet |
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theMAYNE Hifi-Haudegen


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 615 Wohnort: Weinheim
5478 Punkte
Themenstarter
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Verfasst am:
Fr Jul 04, 2008 11:15 am Titel:
Re: Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion. |
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Im Prinzip, ja.  _________________ www.carhifi-forum.net |
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der böse Golf Moderator


Anmeldungsdatum: 21.02.2007 Beiträge: 2581
46919 Punkte
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Verfasst am:
Fr Jul 04, 2008 12:18 pm Titel:
Re: Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion. |
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ich hab mir die wirkungsweise von Burkhard Möller (Mr. exact! audio) erklären lassen, in dessen auftrag ein alubutyl-produkt gefertigt wird und der es zusammen mit Diabolo als ALB2.2 vertreibt.
der Burkhard ist ebenfalls Dipl.-Ing, lange im geschäft und IMHO ne vertrauenswürdige quelle (da er mir nichts verkaufen muss, das müssen die händler!)
das generelle wirkprinzip ist die umwandlung von bewegungsenergie in wärme in der butylschicht...
man hat ja nen sandwich-aufbau mit einer festen schicht (dem außenblech), einer flexiblen schicht (dem butyl) und einer weiteren festen schicht (der alu-schicht).
trifft nun die, durch die LS-membran, bewegte luft auf die aluschicht, verschiebt diese sich parallel zum außenblech (da sie nicht nach hinten ausweichen kann!), das erzeugt durch die zähe konsistenz des butyls innerhalb der butylschicht scherkräfte, wodurch die bewegungsenergie in wärme umgewandelt wird. das passiert alles fast auf molekularer ebene, deshalb wird die butylschicht auch nach starker anregung nicht wirklich warm (also doch kein heizungseffekt).
diese scherkräfte können wohl 20% mehr energie aufnehmen/umwandeln als durch die erhöhung der masse blechs und damit dessen trägheit (=wirkprinzip von bitumen) "vernichtet" werden kann...
und zwar durch erzeugung von scherkräften innerhalb der butylschicht, die durch die beiden festen schichten (außenblech und alu-schicht) erzeugt werden.
aus o.g gründen ist die zusammensetzung der butylschicht also sehr wichtig. ist die viskosität der schicht zu gering, wird zuwenig energie umgewandelt, ist sie zu hoch, reicht die anregung durch die membran nicht aus, um die scherkräfte zu erzeugen, die energie wird größtenteils weitergeleitet..
aus dem selben grund ist die auch schichtdicke des butyls wichtig. laut Burkhard Möller würde er gerne ne noch größe schichtdicke produzieren lassen, das ist aber technisch aktuell nicht möglich, da das butyl auf dem alu ausgewalzt wird und bei höherer schichtdicke es zu einer wellenbildung vor der walze kommt und keine einheitliche schichtdicke gewährleistet werden kann.
aber die schichtdicken von butyl als auch vom alu sind mindestens gleich wichtig!
die aluschicht sollte schon möglichst dick sein, um eben genug stabilität zu bieten, so dass es sich nicht nach hinten zu verformt, sondern die parallel-bewegung ermöglicht...
der grund für die verwendete materialstärke hat aber hauptsächlich kostengründe. man könnte das alu noch dicker mache, was auch sinnvoll für die wirkung wäre, das würde das ganze produkt aber auch wesentlich teurer machen...
darum gibt es ja auch unterschiedlich teure alubutyl-produkte. die unterscheiden sich halt zum einen in der schichtstärke und zusammensetzung der butylschicht, vor allem aber in der schichtstärke der alu-schicht!
alternativ zu alubutyl verwendet mein händler (CarHifi-Store Bünde) das selbe wirkprinzip, erzeugt es aber "manuell" aus einer 4mm starken schicht aus bitumenmatten und darauf einer dicken lage dämmpaste (die auch extrem hart wird).
ich hab das so auch in meinem auto drin, bin auch von der funktion überzeugt, würde es selbst aber nicht (nochmal) so machen. ich bin einfach kein freund von bitumen, da es a) zu schwer ist (das ist beim G4 3türer absolut nen faktor in bezug auf die türscharniere) und b) bei niedrigen temperaturen verhärtet bzw. bei hohen temperaturen stark aufweicht, die konsistenz also nicht so temperatur-stabil ist wie z.b. bei buytl...
neben alubutyl gibt es noch viele andere möglichkeiten...
sehr interessant finde ich Bimast Bomb (zu bekommen bei Fortissimo - leider nicht direkt verlinkbar), das aus drei schichten (alu-bitumen-butyl) besteht und quasi alle vorteile von alubutyl (wirkprinzip) und bitumen (gewicht, erhöhung der massenträgheit, herabsetzen der resonanzfrequenz) zumindest versucht zu vereinigen. dafür ist es ziemlich teuer (ca. 75€/m²). nen hörbaren unterschied würde ich da jetzt nicht erwarten, für nen kompromisslosen car-hifi-ausbau aber evtl. sinnvoll.
daneben gibt es noch viele andere möglichkeiten, z.b. durch kombination von weichen und harten pasten...
da macht der Alexander Maier von Speaker City sehr interessante geschichten!
auf der Car+Sound 2008 stand ja das "foren-auto" des hifi-forums und dort wurde z.b. der boden und das dach mit ner gummiartigen polymer-masse bestrichen, auf die dann (wenn ich mich recht erinnere) ne lage GFK aufgebracht wurde...
ich muss sagen, ich hab noch nie erlebt, dass so wenig schall nach außen dringt.
(bei mehr interesse mal im hifi-forum nach dem foren-auto suchen)
so... jetzt kann diskutiert werden!!
 _________________  |
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Luigi Hifi-Guru


Anmeldungsdatum: 17.03.2008 Beiträge: 1253 Wohnort: 89335
17282 Punkte
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Verfasst am:
Sa Jul 05, 2008 3:30 pm Titel:
Re: Noch ne Runde! Alubutyl Diskussion. |
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Hmm, interessanter Thread!
Ich hab auch von dem Prinzip dieser Scherkräfte gelesen, die mir durchaus logisch erscheinen
Dazu kommt aber afaik noch die unterschiedliche Resonanzfrequenz.
Das unbedämpfte Blech hat ja nur eine Eigenfrequenz, die ich jetzt aber nicht kenne. Wird aber genau diese Frequenz vom TMT widergegeben, kommt das Blech stark ins Vibrieren, was zu starktem Scheppern führen kann. Natürlich wird beim Bedämpfen mehr als nur das Scheppern unterdrückt, da sich das Blech dem Klang zuliebe ja gar nicht bewegen sollte. Aber was das Anregen in Eigenfrequenz bewirkt, kennen wohl auch einige von dem beeindruckenden Bildern, wenn ne Brücke deswegen zum Schwingen kommt und einstürzt und auch daher, dass Soldaten über Brücken nie im Gleichschritt laufen.
Wird also eine zweite feste Schicht DIREKT aufs Blech gebracht, die eine andere Eigenfrequenz hat, so ergibt sich für die neu-zusammengesetzte Außenwand aus zB Alu und Blech EINE neue eigene Resonanzfrequenz. Sind die zwei Materialien aber elastisch über Butyl verbunden, so haben beide Materialien, Alu und Butyl, ihre eigene Resonanzfrequenz, wobei eine extreme Anregung jeweils nicht möglich ist, da die Materialien ja miteinander verbunden sind...
Vllt kann hier ja noch einer was zu dieser Theorie sagen... _________________ F2-500III, AX165C-4, HS25Vol
F2-500III, X--Ion 12 Plus |
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