HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?




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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 15, 2007 3:13 pm    Titel: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Hallo alle zusammen,

ich bräuchte mal ein paar Empfehlungen, ob ich die Filter der HU und/oder des Amps nutzen soll.

Amp ist Eton EC500.4.
An Kanal 1+2 kommt das FS an Kanal 3+4 gebrückt der Sub.

HU ist JVC KD-DV6202.
Der hat Ausgänge für Front, Rear und Sub.
Der Sub-Out hat einen immer aktiven LPF mit 85, 125 oder 165Hz, wobei nur 85Hz sinnvoll ist.
Bei Front und Rear kann man einstellen, ob er die für den Sub-Out eingestellte Frequenz als HPF nutzen soll oder das Signal voll raus geht.

Jetzt gibt es je nach gewählten Ausgängen am Radio natürlich mehrere Möglichkeiten die Filter zu setzen und ich weiss echt nicht, wie ich es am besten machen soll:
Entweder ich benutze FRONT+SUB und trenne im Radio und/oder an der Endstufe oder ich benutze FRONT+REAR auf FULL und setze die Filter nur an der Endstufe.

Ein Pluspunkt für den Sub-Out ist, dass man am Radio den Ausgangslevel verändern kann, was nicht schlecht ist, wenn man mal Aufnahmen hat, bei denen der Bassanteil etwas "daneben" ist.

Was meint ihr?

Vielen Dank schon mal!

Gruß,
Christian
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der böse Golf
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 15, 2007 3:24 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

hmm... selbst 85hz find ich für nen sub immer noch viel zu hoch getrennt! ich trenne bei 63hz mit 18db/oct. und das ist schon die spass-einstellung. die beste ankopplung ans fs hab ich bei 50hz...

auf der anderen seite halte ich von der trennung an der endstufe nicht so viel, da in meinen augen sehr ungenau! ich weiß nie, welcher wert da jetzt gerade eingestellt ist...

an deiner stelle würd ich mal beides ausprobieren und hören, wie's dir am besten gefällt.

man kann sagen, dass bei höherer trennung meist der spassfaktor steigt, der sub aber auch anfangen kann zu dröhnen und außerdem ortbar wird. bei tiefer trennung fügt der sub sich halt besser ins FS ein...

auf ne sub-pegel-regelung würde ich aber auch nicht so gerne verzichten wollen.. ich stelle selbst doch noch recht häufig dran rum...

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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 15, 2007 3:33 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Danke schon mal für die schnelle Antwort! Smile

Wie schlimm ist es eigentlich, die schon im Radio gefilterten Signale nochmals zu filtern?

Ich denke nämlich, dass folgende Variante ganz OK wäre:
Am Radio Front und Sub benutzen, HPF ausstellen - so ist nur der Sub gefiltert.
Dann an der Endstufe LP und HP auf etwas vernünftiges einstellen.
So hätte ich noch den Gain für den Sub.

Geht halt nur, wenn die Doppelfilterung für den Bassbereich nicht weiter schlimm ist.
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hotw
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 15, 2007 5:42 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Schwinni hat folgendes geschrieben:

HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?


Dieses Thema gab's die Tage schon mal:

http://www.car-hifi-audio.de/aktivb [...] radio-oder-amp-t9838.html


Schwinni hat folgendes geschrieben:

Wie schlimm ist es eigentlich, die schon im Radio gefilterten Signale nochmals zu filtern?


Schlimm oder nicht schlimm ist relativ. Du baust durch weitere Bauteile auch mehr Rauschen ein und verschiebst die Phase.

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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 1:54 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

So, ich habe jetzt folgende Kombination und bin zufrieden damit:
HU: Front@FULL + Sub@HIGH (um das Signal möglichst wenig zu verändern)
Amp: LP/HP bei 60 - 70Hz getrennt.

Danke für die Tipps!

Gruß,
Christian
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 8:36 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Hi,
was isn das für ne Kombination???

Also wenn dann macht man das Frontsystem auf Highpass und den Woofer auf Lowpass!!!
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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 9:49 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Uups, hatte vergessen im ersten Post zu erwähnen, dass die Trennfrequenzen von 85, 125 und 165Hz des LP für den Sub-Out im Radio LOW, MID und HIGH heißen. Shocked

Korrigiert sieht das also so aus:
HU: Front@FULL + Sub@165Hz-LP
Amp: HP/LP bei 60-70Hz
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hotw
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 9:50 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

das ist trotzdem quatsch. Phasen korrigierst Du keine oder?
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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 10:33 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Wie werden denn die Filter in einem Radio umgesetzt?

Ich denke, dass die Filter dort nicht durch RC-Schaltungen gemacht werden, sondern dass das (Teil-)Signal mit Fouriertransformation beschnitten wird, also FFT -> alles unter/über Fs auf 0 setzen -> Inverse FFT.
Dabei tritt keine Phasenverschiebung ein, falls das Versenden der Teilsignale auf alle Ausgänge synchronisiert wird.

Oder liege ich das falsch?
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hotw
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 10:51 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Hm... Ich weiß jetzt nicht wo Du da die Fouriertransformation anwenden willst? Weder bei Lineare elektronische Netz, bei der es um Netzwerktheorie bis zum Vierpol im Allgemeinen geht, noch bei Elektronischen Schaltungen, was Halbleiter, Transistoren bis zu den OPs und deren Schaltungen abdeckt ist mir der Einsatz der Fouriertransformation bekannt. Wenn ich so an meine Uni E-Technik Zeit zurück denk kam das erst bei Felder und Wellen zum Einsatz was für diesen Bereich etwas zu komplex ist Wink

Das Filter im Radio ist wohl synthetischer Natur und wird von einem Prozssor mit entsprechendem Algorithmus realisiert. Der oder die Prozessoren sind ja da, Platzmangel herrscht ohnehin im DIN Gerät. Also warum sich mit OPs oder FETs abquälen wenn auch das Signal schon digital vorhanden ist.

Im externen Verstärker sieht's dann anders aus. Da bedürfte es ja dann wieder eines AD Wandlers, da die Spaßelektronik ja nicht in der Lage ist gescheite Signalführung für die breite Konsumentenmasse anzubieten. Dort nehm ich an kommen dann OP Schaltungen zum Einsatz, die dann ja auch über enstprechende Bauteile in der Frequenz mittels mechanischem Poti regelbar sind.

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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 11:07 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Hi,
irgendwie muss ich in letzter Zeit feststellen das es wohl viele gibt die theoretisch sehr viel wissen aber wie ich immer gerne sage, ist es in der Praxis oftmals völlig anders.!!!
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hotw
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 11:21 am    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

In derPraxis kann es nicht immer so sein wie man sich das in der Theorie vorstellt. Das ist absolut richtig.

Aber die Naturgesetze und Gesetze der Mathematik hebelt man in der Praxis natürlich nicht aus. Meine Nachhilfekinder probieren das aber auch regelmäßig aus Very Happy Very Happy Very Happy

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Schwinni
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 12:33 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

hotw hat folgendes geschrieben:
Das Filter im Radio ist wohl synthetischer Natur und wird von einem Prozssor mit entsprechendem Algorithmus realisiert. Der oder die Prozessoren sind ja da, Platzmangel herrscht ohnehin im DIN Gerät. Also warum sich mit OPs oder FETs abquälen wenn auch das Signal schon digital vorhanden ist.


Dann also doch mit Fouriertransformation, wohlgemerkt der "Diskreten Fouriertransformation".
Die FT für PI-periodische Signale und die allgemeine FT für Regelfunktionen sind natürlich ungeeignet.

Als Eingabe bekommst du also einen zeitdiskreten Vektor einer bestimmten Länge, der die Abtastpunkte des Signals enthält.
Eine Sekunde auf der Audio-CD entspricht also einem Vektor mit 44100 16-Bit-Werten, wobei für die Transformation sinnvollerweise kleinere Sequenzen verwendet werden.
Auf diesen Vektor wendest du jetzt die diskrete FT an, bzw. einen optimierten schnellen Algorithmus, z.B. die FFT.
Als Ergebnis bekommst du einen Vektor, der nicht mehr zeit-, sondern frequenzdiskret ist und (salopp gesagt) die Amplituden der jew. Frequenz im Signal enthält.
Nun werden alle Werte unterhalb/oberhalb (HP/LP) einer bestimmten Grenzfrequenz Fs auf 0 gesetzt.
Dieser Vektor wird dann rücktransformiert und das Ergebnis ist wieder ein zeitdiskreter Vektor, der dann interpoliert (muss auch bei einem unveränderten digitalen Signal geschehen) als Schwingung auf den Ausgang gegeben wird.

Großer Vorteil ist, dass du keine Phasenverschiebung bekommst, allerdings eine Latenz in Höhe der Zeit, die zur Berechnung benötigt wird.
Es muss also darauf geachtet werden, dass die (unveränderten) Signale nicht direkt nach dem Lesen auf die jew. Ausgänge geschickt werden, sondern zeitgleich mit den gefilterten - was aber durch eine sinnvolle Wahl der Vektorgröße und eines Ein-/Ausgabe-Taktes, der die Rechenzeit für Transformation und Rücktransformation berücksichtigt, leicht verwirklicht werden kann.
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hotw
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 12:42 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Sau stark! Programmiest Du in der Richtung?
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BeitragVerfasst am: Fr Aug 17, 2007 1:02 pm    Titel: Re: HP- und LP-Filter: Radio oder Endstufe?

Jep, Informatik mit Nebenfach Physik...
Digitale Filter hatten wir schon im Grundstudium im Hardwarepraktikum am Lehrstuhl für verteilte System programmiert. In Analysis I + II kamen ebenfalls sämtliche Transformationen (Fourier, Laplace, Wavelet) dran, eben "ein bisschen" theoretischer.
Im Nebenfach (logischerweise auch, wenn man als Hauptfach Physik oder Nanostrukturtechnik studiert) macht man das ganze halt mit RC-Kreisen und Operationsverstärkern, sowohl theoretisch als auch praktisch.
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